Tätigkeiten der Auszubildenden

Marketing und Absatz, Beschaffung und Bevorratung, Leistungserstellung und –abrechnung, Personalwesen, Export, Import,  Logistik, Produktmanagement, Investitionsplanung und Investitionsmanagement, Controlling, EDV

Notwendige Voraussetzungen

Voraussetzungen gibt es laut Ausbildungsverordnung nicht.
Jeweils ca. 50% der Berufsschülerinnen und Berufsschüler besitzen die Allgemeine Hochschulreife bzw. das Fachabitur oder die Realschulreife bzw. einen gleichwertigen Abschluss.

 

Die Auszubildenden sollten Zahlenverständnis und Erfahrung im Umgang mit Computern mitbringen. Des Weiteren sollte die Fähigkeit und Bereitschaft zum selbständigen Arbeiten in Arbeitsgruppen vorhanden sein.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert im Normalfall 3 Jahre.

Viele Ausbildungsbetriebe verkürzen die Ausbildungsverträge auf 2,5 Jahre (ca. 30%), einige wenige auf 2 Jahre. Als Grund für die Verkürzung wird meistens das Abitur oder der Abschluss zum Wirtschaftsassistenten genannt, seltener der Berufsfachschulabschluss Wirtschaft.

Darüberhinaus haben alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Dauer ihres Ausbildungsvertrages bei guten schulischen Leistungen (Notendurchschnitt der schriftlichen Prüfungsfächer im Schulzeugnis vor der schriftlichen Abschlussprüfung unter 2,5) um ein halbes Jahr zu verkürzen. Davon machen ca. 40% Gebrauch, wenn der Ausbildungsbetrieb einverstanden ist.

Schulbesuch

Zur Zeit erfolgt der Berufsschulunterricht in den Unterrichtsformen Blockunterricht und Teilzeitunterricht.

In jedem Ausbildungsjahr werden eine Klasse in Blockform und zwei Klassen in Teilzeitform geführt. Die Zahl der insgesamt erteilten Stunden beträgt in beiden Unterrichtsformen 1.280 Stunden.

Der Blockunterricht (aktuelle Blockzeiten: Blockzeiten) erfolgt während der gesamten Ausbildungsdauer von 3 Jahren in 6 Blöcken von jeweils 6 bis 7 Wochen Länge, so dass insgesamt 40 Wochen Unterricht erteilt werden. Jeder Block hat 32 Wochenstunden Unterricht. Je Halbjahr wird ein Block unterrichtet.

Der Unterricht in Teilzeitform erfolgt im 1 Ausbildungsjahr an 2 Tagen in der Woche (Montag und Freitag) mit jeweils 8 Unterrichtsstunden. Im 2. Ausbildungsjahr werden am Dienstag und im 3. Ausbildungsjahr am Donnerstag jeweils 8 Stunden unterrichtet.

Seit dem Schuljahr 2002/2003 erfolgt der Unterricht zum großen Teil nicht mehr in Fächern sondern in Lernfeldern.

Der Unterrichtsstoff der "alten" Prüfungsfächer Industriebetriebslehre, Allgemeine Wirtschaftslehre und Rechnungswesen wurde nach dem Bundesrahmenlehrplan vom 14.06.2002 in 12 Lernfelder eingeteilt, die im wesentlichen 12 Handlungsbereiche der betrieblichen Tätigkeit widerspiegeln sollen. Diese Lernfelder werden im Laufe von 2,5 Jahren sukzessive vermittelt , so dass am Ende der Ausbildung noch Zeit für eine Prüfungswiederholung verbleibt.

Übersicht der Lernfelder (LF) mit Zeitvorgaben:

LF 1: Ausbildung und Betrieb (40 Unterrichtsstunden)

LF 2: Betriebliche Zielsysteme und Organisation (60 UStd.)

LF 3: Grundlagen der Buchführung (80 UStd.)

LF 4: Kosten- und Leistungsrechnung (80 UStd.)

LF 5: Produktionswirtschaft (80 UStd.

LF 6: Beschaffung und Lagerhaltung (80 UStd.)

LF 7: Personalwirtschaft (80 UStd.)

LF 8: Erstellung und Analyse des Jahresabschlusses (80 UStd.)

LF 9: Wirtschaftsordnung und Wettbewerbsrecht (40 UStd.)

LF 10: Absatzwirtschaft (140 UStd.)

LF 11: Investition und Finanzierung (40 UStd.)

LF 12: Wirtschaftspolitik (80 UStd.)

In Teilzeitform werden neben den Lernfeldern das Fach Politik 1,5 Jahre mit einer Wochenstunde, das Fach EDV im ersten Halbjahr mit 2 Wochenstunden, das Fach Wirtschaftsenglisch im 1. Ausbildungsjahr mit 3 Wochenstunden und das Fach Sport/Gesundheit im 2. Halbjahr mit 2 Wochenstunden unterrichtet.

In Blockform werden die Fächer Politik, EDV, Wirtschaftsenglisch und Sport/Gesundheit mit etwas abweichenden Stundenanteilen erteilt.

Prüfungen

Die Abschlussprüfung der Industrie- und Handelskammer (IHK) steht am Ende der Ausbildung. Der schriftliche Teil findet im 4. Monat des letzten Halbjahres statt und der mündliche Teil wird im letzten Monat der Ausbildung (Juni oder Januar) durchgeführt.

Die schriftliche Prüfung wird an 2 aufeinanderfolgenden Tagen geschrieben.

1. Tag:

1. Prüfungsfach: Geschäftsprozesse (180 Minuten), Anteil am Gesamtergebnis: 40%

2. Tag:

2. Prüfungsfach: Kaufmännische Steuerung und Kontrolle (90 Minuten), Anteil am Gesamtergebnis: 20%

3. Prüfungsfach: Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Minuten), Anteil am Gesamtergebnis: 10%, anschließend nach ca. 15 Minuten Pause

Die 12 Lernfelder verteilen sich dabei auf die 3 schriftlichen Prüfungsfächer, wobei das Prüfungsfach 1 "Geschäftsprozesse" die LF 2, 5, 6, 7 (teilweise) und 10 beinhaltet. Das Prüfungsfach 2 "Wirtschafts- und Sozialkunde" beinhaltet die LF 1, 9, 7 (teilweise) und 12 und das Prüfungsfach 3 "Kaufmännische Steuerung Kontrolle" die LF 3, 4 , 8 und 11.

Die mündliche Einzelprüfung besteht aus einer Präsentation eines betrieblichen Problems und der Problemlösung (10 bis 15 min) und dem darauf aufbauenden Fachgespräch (10 bis 15 min), in dem betriebliche Abläufe beschrieben werden sollen. Der Anteil am Gesamtergebnis beträgt 30%.

Die Zwischenprüfung der IHK wird ca. in der Mitte der Ausbildung durchgeführt, und umfasst den Stoff der ersten beiden Halbjahre.

Nach dem ersten Ausbildungsjahr kann eine freiwillige schriftliche IHK-Prüfung im Fach Wirtschaftsenglisch abgelegt werden, ca. 2/3 der Auszubildenden nehmen daran teil.

Möglicher Abschluss bei erfolgreichem Besuch der Schule

Die Ausbildung endet mit der bestandenen mündlichen Prüfung vor der IHK und verleiht den Abschluss Industriekauffrau/mann.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten dann von der IHK das Abschlusszeugnis, in dem die Einzelergebnisse der 3 schriftlichen Prüfungen und der mündlichen Prüfung sowie die Gesamtnote enthalten sind.

Zusätzlich bekommen die Schüler/Innen das Abschlusszeugnis der Berufsschule, in dem die Noten der 12 Lernfelder, der 3 Lernbereiche (Geschäftsprozesse, Kaufmännische Steuerung und Kontrolle, Wirtschafts- und Sozialkunde) sowie der zusätzlich unterrichteten Fächer (Gemeinschaftskunde, Wirtschaftsenglisch, Datenverarbeitung, Sport/Gesundheit) dokumentiert sind.

Zusätzliche Qualifikationen

Über die freiwillige Wirtschaftsenglisch-Prüfung können die Auszubildenden das Zertifikat der IHK erwerben.

Kontakt

Frau Sigrid Leder-Salathé (Abteilungsleiterin)

Tel. 04101-84340-300

sigrid.leder-salathe@bs-pinneberg.de

Kontakt:

Frau Elke Pagel

elke.pagel(at)bs-pinneberg.de

 

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