In der Berufsfachschule werden Sozialpädagogische Assistenten/innen (SPA) ausgebildet, die als zusätzliche Kraft neben einer sozialpädagogischen Fachkraft (Erzieher/in oder Sozialpädagoge/in) in Einrichtungen mit Kindern von 0 - 14 Jahren arbeiten. In Krippen, Kindergärten, Horten, betreuten Grundschulen oder auch Kinderkurheimen werden an die SPA besondere Ansprüche an die Kommunikationsfähigkeit und Kreativität gestellt, um Kindern einen Zugang zur Umwelt und sich selbst zu ermöglichen. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und endet mit einer staatlichen Prüfung. Flyer

Aufnahmevoraussetzungen und Bewerbungsformular

  • mittlerer Schulabschluss oder
  • Nachweis einer sonstigen, dem mittleren Schulabschluss gleichwertigen Ausbildung durch ein staatlich anerkanntes Zeugnis

Im Februar eines jeden Jahres sind zum Ausbildungsstart im August des Bewerbungsjahres

– ohne Hefter oder Folien – einzureichen:

  • ausgefülltes Bewerbungsformular (nach Speichern und neuem Öffnen am Computer ausfüllbar) Download
  • tabellarischer Lebenslauf mit Unterschrift ohne Passfoto
  • Kopie des Zeugnisses über den mittleren Schulabschluss

(Wird der Abschluss erst am Ende des laufenden Schuljahres erreicht, ist das letzte Halbjahreszeugnis einzureichen.)

  • ggf. Nachweis über die Ableistung eines Sozialen Jahres
  • ggf. Nachweis, dass es sich um eine wiederholte Bewerbung handelt.

Bitte achten Sie darauf, dass am ersten Schultag alle Zeugnisse im Original vorgelegt werden müssen!

Im Falle einer Zusage müssen Sie am ersten Schultag ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Dies darf zu Ausbildungsbeginn jedoch nicht älter als zwei Monate sein, so dass Sie dies im Juli beantragen sollten. Ein entsprechendes Schreiben geht Ihnen ggf. mit der Zusage zu.
 

Dauer und Ziel der Ausbildung

Das Ziel der zweijährigen Ausbildung ist die staatliche Anerkennung zur/zum Sozialpädagogischen Assistentin/Assistenten.

Wenn zusätzlich zur regulären Stundentafel das Fach Mathematik belegt wird, kann durch eine Prüfung in Mathematik und Englisch die allgemeine Fachhochschulreife (schulischer Teil) erworben werden. Dazu ist es allerdings erforderlich,

  • während der Ausbildung Praktikumszeiten von 6 Wochen zusätzlich nachzuweisen oder
  • im Anschluss an die zweijährige Schulausbildung ein halbjähriges Praktikum zu absolvieren oder
  • eine einschlägige Berufstätigkeit von zwei Jahren nachzuweisen (vgl. Informationsblatt zur Fachhochschulreife).

Nach Bestätigung der Fachhochschulreife von Seiten der Schule besteht also neben dem Berufsabschluss ein allgemeinbildender höherer Bildungsabschluss, mit dem i.d.R. an allen deutschen Fachhochschulen studiert werden kann.

Des Weiteren ist die Ausbildung eine mögliche Voraussetzung für die Ausbildung zur/zum Staatlich anerkannten Erzieherin/Erzieher.

Inhalte der Ausbildung

Bei den „Fächern“ der Ausbildung handelt es sich um berufsbezogene und berufsübergreifende Lernbereiche, die sich aus unterschiedlichen Themenschwerpunkten zusammensetzen:

Berufsbezogene Lernbereiche:

  • Lernfeld 1: Berufliche Identität und professionelle Perspektive entwickeln
  • Lernfeld 2: Kinder in ihrer Entwicklung und in ihren vielfältigen Lebenswelten verstehen und pädagogische Beziehungen zu ihnen entwickeln
  • Lernfeld 3: Entwicklungs- und Bildungsprozesse initiieren, begleiten und auswerten
  • Lernfeld 4: Konzeptionell und kooperativ im sozialpädagogischen Handlungsfeld agieren

Berufsübergreifende Lernbereiche:

  • Wirtschaft und Politik
  • Deutsch
  • Englisch
  • Mathematik (nur für die Fachhochschulreife)

Praktika während der Ausbildung

Es sind während der schulischen Ausbildung zwei Praktika abzuleisten. Diese finden im zweiten und dritten Halbjahr statt. Hier gehen die Schülerinnen und Schüler jeweils drei Tage in der Woche in die Einrichtung und zwei Tage in die Schule. Das Praktikum der Unterstufe findet im Elementarbereich (3-6 Jahre), das der Oberstufe in einem Kinderhort oder einer vergleichbaren Einrichtung (6-14 Jahre) oder auch in einer Krippe statt. Die Praktikumsstellen (im Landkreis Pinneberg) werden von den Schülerinnen und Schülern selbst gesucht. Die tägliche Arbeitszeit im Praktikum umfasst sechs Stunden.

Struktur der Ausbildung

Jedes Praktikum beginnt mit einer Einführungswoche in der Praxis zur gegenseitigen Orientierung. Danach findet das Praktikum jeweils Montag bis Mittwoch und der Unterricht Donnerstag und Freitag statt.

Kosten der Ausbildung

Die Ausbildung ist grundsätzlich kostenfrei. Jedoch fallen Kosten für Unterrichtsmaterialien (Bücher, Kopien, Ordner, Werkmaterial, Kochgeld etc.) an.

Im ersten Halbjahr der Unterstufe findet eine dreitägige Klassentagung statt. Optional am Ende der Ausbildung eine Abschlussfahrt. Beides kostet zusammen ca. 200 €.

Schüler/innen der Berufsfachschule Sozialpädagogik können Ausbildungsförderung nach den Bestimmungen des BAföG erhalten. Ein solcher Antrag ist von der Schulerin /dem Schüler bei Bedarf selbstständig im Sekretariat der Schule einzureichen.

Kontakt

Frau Rogge (Abteilungsleiterin)

Tel: 04101/8 43 40 - 800

Fax: 04101/843 40-700

julia.rogge@bs-pinneberg.de

Kontakt

Herr Dobrot (Fachbereichsleiter)

olaf.dobrot@bs-pinneberg.de

 

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