Wie verständigt man sich ohne die verbale Sprache? Z.B. die Redewendung „Schlau wie ein Fuchs“ einer anderen Person mitteilen? Das ist gar nicht so einfach! Mit etwas Übung und Achtsamkeit auf die Körpersprache des Anderen klappt es schon ganz gut.

Wie aber mache ich meinem Gegenüber klar, dass ich bei ihm Hosenträger oder ein Abendkleid kaufen möchte? Diese und ähnliche Übungen haben wir als Vorbereitung auf unseren Ausflug zum „Dialog im Stillen“ in Hamburg durchgeführt.

Uns wurde bewusst, dass sich die Art der Kommunikation zwar ändert, wir uns aber auch gut auf diese nonverbale Kommunikation einstellen können. Als Auszubildende zum Verkäufer/ zur Verkäuferin bzw. zur Kauffrau/ zum Kaufmann im Einzelhandel haben wir immer wieder verschiedene Kunden mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen. Die Bedeutung der Körpersprache spielt dabei auch bei Kunden, mit denen wir verbal kommunizieren können, eine große Rolle.

Im „Dialog im Stillen“ wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe wurde durch einen gehörlosen Guide durch die Ausstellung geführt. Wir durften in dessen Lebenswirklichkeit eintauchen und haben mit unseren Händen, Gesicht und der Körperhaltung experimentiert und uns so unterhalten.

Begleitet wurden wir sowohl in der Vorbereitungsstunde, als auch im „Dialog im Stillen“ von einem Kamerateam. Tom Wiedemann, ein Student des Studiengangs „Europäische Medienwissenschaften“ der Universität Potsdam, dreht im Rahmen seiner medienwissenschaftlichen Bachelorarbeit einen Film über gehörlose Menschen als Teil unserer Gesellschaft u.a. mit dem Ziel, „Brücken zwischen beiden Gruppen zu bauen und Missverständnisse und Unwissenheit abzubauen.“ Was uns angeht, ist dieses Ziel schon erreicht. Einige von uns standen anschließend noch für Interviews zur Verfügung, die mit Hilfe eines Gebärdendolmetschers übersetzt wurden.

Schlau wie ein Fuchs! Wir haben gelernt: Ohne die verbale Sprache ist man auf keinen Fall „stumm“! Ein gelungener Ausflug in eine bislang unbekannte „Welt“!

Die EHA 16-1 mit den Lehrern Sylvio Gorkenant und Meike Wilkens.

Unter diesem Motto stand der projektorientierte Berufsschulunterricht der 17 angehenden Maurer, Stahlbetonbauer und Fliesenleger der Klasse BAU16-01 in der Zeit vom 20.03.2017 bis 24.03.2017 bzw. 27.03.2017 bis 31.03.2017. Aus der bestehenden Kooperation zwischen dem Schullandheim Nordseeheim in Wenningstedt auf Sylt und der Berufsschule Pinneberg, ergab sich bereits im vorangegangenen Schuljahr die Möglichkeit im Rahmen des Berufsschulunterrichts die bestehende Einfriedungsmauer des Schullandheims zurück zu bauen und durch eine neu gestaltete Konstruktion zu ersetzen.

Die Gestaltung der Einfriedung erfolgte in Abstimmung mit dem Schullandheim. Aufgrund der kurzen Bauzeit von einer Woche entschieden sich die betreuenden Lehrkräfte für eine Konstruktion aus Stahlbeton.

Nach dem erfolgreichen Projekt im vergangenen Jahr durften nun die Schüler der BAU16-01 bei der Umsetzung des zweiten und letzten Bauabschnitts ihr Können unter Beweis stellen. In der Schulwoche vom 20.03.2017 bis zum 24.03.2017 setzen sich die Auszubildenden in Kleingruppen mit der Planung des Bauvorhabens auseinander. In dieser Phase wurde u. a. der Bauablauf mit Hilfe eines Balkenplans dargestellt. Darüber hinaus erarbeiteten die angehenden Baufacharbeiter Konstruktionsdetails, ermittelten den Baustoffbedarf, kalkulierten die Kosten und erstellten Bedarfslisten für das benötigte Werkzeug und die erforderlichen Hilfsmittel.

In der anschließenden Woche erfolgte die praktische Umsetzung der Baumaßnahme auf Sylt. Hier waren die Auszubildenden herausgefordert und mussten täglich ihre Teamfähigkeit sowie ihr fachliches Können und Geschick unter Beweis stellen. Die zuvor im Unterricht erarbeiteten Unterlagen bildeten die Grundlage der täglichen Baubesprechungen. Dank der hohen Einsatzbereitschaft der 17 motivierten Auszubildenden konnten die etwa 25 laufenden Meter Einfriedungsmauer termingerecht nach nur vier Tagen Bauzeit an den zufriedenen Bauherren übergeben werden.

Die Auszubildenden konnten in diesem etwas anderen Berufsschulunterricht wichtige Erfahrung sammeln und ihre berufliche Handlungskompetenz erweitern.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei dem Nordseeheim und seinem Team für die Möglichkeit der Umsetzung des Projekts sowie für die tolle Unterkunft und Verpflegung bedanken. Darüber hinaus gilt unser Dank der Schulleitung, den Ausbildungsbetrieben, unserem Innungsmeister Norbert Lanz sowie der Fa. Sven Vogt Bau GmbH aus Niebüll für die Unterstützung des Vorhabens.

Volker Stange und Frederik Petschulat


 

 

Am letzten Ferientag der Weihnachtsferien nahm erstmals ein Pinneberger Lehrerteam am Fußballturnier der Berufsschulen in Kiel teil. Von den insgesamt acht Spielen in Hin- und Rückrunde gegen die Teams aus Oldenburg in Holstein, Kiel und Neumünster sprangen sechs Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage heraus. Letztendlich belegte die Mannschaft damit den zweiten Platz und ist knapp am Titel und Pokal vorbeigeschrammt, den die Spieler gerne im Lehrerzimmer präsentiert hätten. Im nächsten Jahr erfolgt sicherlich ein zweiter Versuch, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Der Spaß blieb jedenfalls nicht auf der Strecke.

 

 


 

 Am 10. Mai 2016 haben wir, die Klasse EHA 14-1 (zukünftige Verkäufer-Innen und Einzelhändler-Innen) im zweiten Ausbildungsjahr, zusammen mit unserer Lehrerin Frau Wilkens, einen Ausflug zum „Dialog im Stillen“ gemacht.

Wir konnten uns teilweise nicht wirklich vorstellen, was uns erwartet. Denn: Wie sollte man uns etwas zeigen oder erklären, ohne zu reden?

Zunächst wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe hat einen Guide zugeteilt bekommen, der/die taubstumm war.

Alle haben sich riesige Kopfhörer aufgesetzt und durften nicht mehr sprechen. Somit sind auch wir in die stille Welt eingetaucht. Das war am Anfang sehr ungewohnt. Durch unsere motivierten Guides haben wir schnell gemerkt, dass die Körpersprache ausschlaggebend ist und wir uns so sehr gut verständigen konnten.

Wir haben Spiele gespielt und viel gelacht. Ohne zu reden- das hat Spaß gemacht.

Wir haben auch einfache Ausdrucksweisen gelernt, „Danke“ oder „Was magst du?“ und konnten darauf mit unserer Gestik antworten.

Obwohl unsere Guides nicht gesprochen haben, konnten wir sie alle gut verstehen, da wir ja auch sehr aufmerksam auf die Verständigung geachtet haben.

Am Ende durften wir unseren Guides Fragen stellen, die dann mit einer Dolmetscherin übersetzt wurden. Dadurch, dass unsere Guides so aufgeschlossen und freundlich waren, hatten wir auch keine Hemmung, persönliche Fragen, bezogen auf den Alltag, zu stellen.

Bezogen auf unsere Ausbildungsbetriebe und unsere Tätigkeit im Verkauf war der Besuch im Dialog im Stillen eine Bereicherung, da wir sicherlich mit noch weniger Hemmung auf taubstumme Kunden eingehen können. Außerdem werden wir auch die Signale anderer Kunden noch intensiver wahrnehmen.

Vielen Dank für die Erfahrung! Die EHA14-1

Artikel als PDF EHA14-4 Dialog im Stillen

Am 25.04. und am 26.04.2016 besuchten insgesamt vier Klassen im Ausbildungsberuf "Industriekaufmann/-frau" im Rahmen einer lernfeldübergreifenden Exkursion die Industriemesse in Hannover. Die Schüler und Schülerinnen hatten sich vorher auf Exkursionsschwerpunkte vorbereitet und Lesungen, Programme sowie mögliche Ansprechpartner auf der Messe recherchiert. Folgende Themen wurden dabei fokussiert:

- Produktion: Smart Materials neue Produktionstechniken,
- Absatz: Digitale Vernetzung und RFID,
- Personal: Arbeitswelt 4.0, Roboter anstatt ManPower,
- StartUps, Nachhaltigkeit, Wirtschaftspolitik (TTip) uvm.

Die Hannovermesse ist die bedeutendste Industriemesse weltweit. Im Mittelpunkt der Ausstellung standen in diesem Jahr moderne Produktions- und Energietechnologien unter dem Leitthema "Integrated Industry – Discover Solutions". Überall ließ sich das Motto Industrie 4.0 wiederfinden, welches für die Vernetzung und Digitalisierung der Fertigung steht. In diesem Jahr durften sich die USA als Partnerland der Hannovermesse über besondere Aufmerksamkeit freuen und ihre Lösungsansätze für eine vernetztere Industrie vorstellen.
Barack Obama hielt am ersten Tag die Eröffnungsrede, in der er die Koopertaion von Nordamerika und Eruopa in allen Belangen betonte. Demokratie, Sicherheit und Datenschutz waren einige der Kernelemente seiner Rede. Im Anschluss machte er gemeinesam mit Angela Merkel einen Rundgang über die Messe. Rund 5.000 Industrieunternehmen aus 70 Ländern waren in diesem Jahr vertreten, davon ungefähr 250 Unternehmen aus den Vereinigten Staaten.
Durch den Besuch der Fachmesse konnten die angehenden Industriekaufleute erneut feststellen, wie vielseitig und zukunftsoriert ihr Berufszweig ist. Nicht nur langjährig etablierte Großunternehmen präsentierten hier ihre Technolgien und Dienstleistungen, sondern auch innovative Start-Ups. Eines der großen Themen war die Substitution des Menschen durch moderne Technologien, welches die Klassen weitestgehend als Anreiz statt als Risko wahrgenommen haben.

Katrin Ilonka Siebel zeigte in der Drostei Werke ihrer Schüler zu den Themen Hamburg, Hanse und Hafen

Bereits zum siebten Mal präsentierte Katrin Ilonka Siebel in der Drostei Arbeiten ihrer Schüler. In diesem Jahr stellte die Kunst- und Theaterlehrerin an der Beruflichen Schule Pinneberg den Teilnehmern ihres Wahlpflichtkurses, lauter zukünftige sozialpädagogische Assistenten, das Thema „Hanse – Heimat – Hamburg – Hafen“. Bei der künstlerischen Umsetzung hatten die jungen Leute freie Wahl. Das Ergebnis war eine Schau voller Überraschungen.

Das Unerwartete begann mit den Materialien. Da ist eine Hansestadt aus abgebrannten Streichhölzern zu sehen. Daniel Lüken hat sie zusammengeklebt. Ein paar Meter weiter segelt eine Piraten-Jolle aus Wattestäbchen, Tampons und anderen Hygieneartikeln über ein Meer aus blauen Mülltüten – das Werk von Lea Groth. Magdalene Nowaczyk zauberte aus Nudeln und Mais einen Zweimaster, Allissia Dobrowski schuf ihr antikes Schiffsmodell aus zerknülltem Zeitungspapier, Gesa Strate klebte ausgeschnittene Hansehäuser und ein Lübecker Siegel auf blaues Löschpapier und statt eines Bootes brachte sie einen Regenschirm zu Wasser, mit einem Segel am Handgriff. Doch damit nicht genug: Auch Zahnstocher, Wattebäuschchen, Wollfäden und andere Garne, sogar Vogelfedern und Büroklammern, wurden verarbeitet. Warum? „Es sollte etwas sein, mit dem auch Kinder spontan irgendwas anfangen würden.“ So drückte Sara Christin Milchert das Bestreben des Kunstkursus aus. Genau das machte diese Ausstellung so faszinierend: Aus jedem Bild leuchtete in künstlerischer Umsetzung die Liebe der zukünftigen Sozialpädagogen zu ihrem angestrebten Beruf. Lina Annabell Höfer betrachtete deshalb das gesamte Thema mit Kinderaugen. Prompt strahlt auf ihrem Bild eine lachende Sonne über Boot und Wellen, während ein buntes Einhorn unter einem Regenbogen munter über Dünen springt. Eda Ötztürk wiederum schlug einen politischen Bogen von der übernationalen Hanse des Mittelalters zu den Gestrandeten einer modernen globalisierten Welt. In ihrem sehr detaillierten Acrylgemälde quält sich ein mit Menschen hoffnungslos überladenes Segelboot durch die Brandung, beflaggt mit den Farben vieler von Krieg und Krisen erschütterten Nationen.

Die geballte Kreativität der jungen Leute konnte sogar einen echten Seebären begeistern. Jürgen Schwandt, Kapitän im Ruhestand, der seine Laufbahn nach dem Zweiten Weltkrieg noch auf Segelschiffen begann, hatte den Siebel-Studenten während der Arbeiten mit fachlichem Rat zur Seite gestanden. Neugierig war er zur Vernissage gekommen und staunte über die ideenreiche Umsetzung der Aufgabe. Die Ausstellung war ein voller Erfolg

 

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