Diesen Sommer Ende Juni fuhren zum ersten Mal zwölf Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Sozialpädagogik im Rahmen des Erasmus+ Förderprogramms zu einem dreiwöchigen Betriebspraktikum nach Torquay, Devon, im Südwesten von England.

Eine ausführliche Vorbereitung und Bewerbung in englischer Sprache waren die ersten Schritte während des Auswahlverfahrens. Der Eigenanteil von etwa 500 Euro musste von jedem im Voraus gezahlt werden.

Die Gruppe der Teilnehmer reiste mit dem Flugzeug und Bus an und wurde von ihren Gastfamilien in Torquay herzlich begrüßt. Nach einem intensiven Einführungstag durch unsere Partnerorganisation TTPL, Torquay, begannen alle ihr Praktikum in Kindertagesstätten, Vorschulen bzw. Grundschulen der näheren Umgebung. Sowohl die ausgesuchten Gasteltern als auch die Einrichtungen haben allen Schülerinnen und Schülern gut gefallen. Sie fühlten sich in Torquay bestens aufgehoben und haben während des Praktikums eine Menge neuer Erfahrungen gemacht und bei den, z.T. von TTPL organisierten, Freizeitaktivitäten viel Spaß gehabt. Yannik Treff, einer der Teilnehmer, äußerte sich beeindruckt: „Ich durfte in der Grundschule zwei Trainingseinheiten im Bereich Fußball mit zwei Gruppen von je 10 Kindern leiten. Wir haben ein Abschlussspiel organisiert - alles selbstverständlich auf Englisch. Am Ende haben sich zwei Kinder mit Handschlag bei mir bedankt. Sowas habe ich in Deutschland noch nie erlebt!“

In der zweiten Praktikumswoche besuchte ihre Lehrerin, Frau Konradt, die das Berufspraktikum an unserer Schule organisiert und betreut, die Einrichtungen in Torquay. Es gab nur positives Feedback: Die Schülerinnen und Schüler hatten sich bereits nach kurzer Zeit in die Arbeitsteams integriert und berichteten von vielen Gemeinsamkeiten bei der Erziehung bzw.im Unterricht, aber auch von Unterschieden im Vergleich zu den deutschen Institutionen. Einige Anleiter hätten sie sogar am liebsten behalten, da sie sich so erfolgreich trotz der verschiedenen Sprachen mit den Kindern und Pädagogen verstanden haben.

Aufgrund der engagierten, professionellen Zusammenarbeit seitens der Partnerorganisation TTPL wird Frau Konradt das Praktikum – dann sogar mit 15 Plätzen - im nächsten Jahr vor den Sommerferien vom 16. Juni bis zum 06. Juli 2019 wieder anbieten.


 

 

Ein richtiges Schmuckstück ist es geworden, das neue Buswartehaus an der Schmalfelder Straße. Ein echtes Fachwerkhaus haben 27 junge Zimmerer und Straßenbauer im ersten Lehrjahr für die Hartenholmer Fahrschüler erstellt. Sie werden an der Beruflichen Schule des Kreises Pinneberg unter anderem von Sönke Thiel unterrichtet. Der Studienrat lebt seit 2010 mit Frau und zwei Kindern in dem schmucken Holzhaus neben der Wartestelle. Das bisherige Wartehäuschen war zwar auch praktisch und aus Holz, aber aus seiner Sicht nicht unbedingt hübsch. So besprach er vor einem viertel Jahr erstmals mit seinen Auszubildenden die Idee eines gemeinsamen Projektes.

„Beim damaligen Bürgermeister Hans-Burkhard Fallmeier fand ich offene Ohren. Er sagte, dass er alles befürworte, was zur Verschönerung der Gemeinde beiträgt“, erzählte Thiel. Die Gemeinde zahlte das Material und wurde dabei unterstützt von der Firma Braas, die Dachpfannen stiftete und Hartmann Bau. Diese stellte Steine und Maschinen. Den jungen Männern zwischen 16 und 20 Jahren hatte es nach Thiels Worten Spaß gemacht, Pläne zu entwerfen, die Menge des Materials zu berechnen und zu bestellen und an die Umsetzung zu gehen. „Planen bedeutet Bauen im Kopf“, erläuterte Sönke Thiel dem jetzigen Bürgermeister Karl-Heinz Panten. Das Objekt umzusetzen sei die Steigerung, denn manches müsse neu bedacht und ausgeführt werden. „Deshalb musste auch die Zeitvorstellung etwas nach oben korrigiert werden“, betonte der Studienrat.

Entstanden ist nun ein Haus mit Steinsockel im traditionellen bunten Fachwerkstil mit Leistendeckenschalung und Tonpfannen. 4 mal 2,20 Meter ist es groß mit einem festen gepflasterten Platz davor. Der angehende Zimmerer Daniel Drechsler zeigte sich „kopffest“ und übernahm die Dacharbeit. „Man kann es lernen, schwindelfrei arbeiten zu können“, sagte Sönke Thiel schmunzelnd. Er hatte diesen Beruf nach seiner Schulzeit auch gelernt und kennt die Probleme mancher Auszubildender genau. Unterstützt wurde er von Fachlehrer Volker Stange, einem dreifachen Meister: Zimmerer, Maurer und Betonbauer.

So viel geballtes Fachwissen beeindruckte auch Bürgermeister Panten, der sich bei den Auszubildenden mit leckerem Eis am heißen Nachmittag bedankte.

Quelle mit freundlicher Genehmigung: https://www.hartenholm.de 


 

 

 

Nach langer Vorbereitung war es am Mittwoch, den 25. April 2018, endlich soweit: zum ersten Mal besuchte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Lycée privé Polyvalent Roc Fleuri aus Ruffec in Frankreich unsere Schule. Vorausgegangen war ein Online-eTwinning-Projekt zur Vorbereitung eines Austauschs und der Besuch einer deutschen Schülergruppe in Frankreich im letzten Jahr sowie ein reger E-Mail-Kontakt.

Die französischen Schüler machen eine Ausbildung in „Développement, Animation de Territoire Ruraux“, also in der Entwicklung ländlicher Regionen und im Regionalmarketing. Diese Art der Ausbildung bietet interessante Aspekte für die Auszubildenden aus unserem Fachbereich Verwaltung, die den Besuch mit vorbereitet haben. Nach der Begrüßung durch unseren Schulleiter Herrn Krause am Donnerstag, wurden die Besucher von einigen Schülern durch unsere Schule geführt und die verschiedenen Abteilungen vorgestellt. Zum Beispiel stellten Lehrkräfte aus der gewerblichen und medizinischen Abteilung ihre Räumlichkeiten und Geräte vor. Da das Lycée Roc Fleuri mit ca. 200 Schülern und angeschlossenem Internatsbetrieb eine eher kleine Bildungseinrichtung ist, waren die französischen Schüler wie auch die mitgereisten französischen Lehrerkollegen sehr beeindruckt von unseren neuen Räumlichkeiten mit der umfangreichen Ausstattung.

Danach gab es ein zwangloses Rundgespräch an verschiedenen Gruppentischen in den Klassenräumen des Fachbereichs Verwaltung. Da die französischen Schüler nicht Deutsch sprechen und unsere Schüler nicht Französisch, fand die Kommunikation in Englisch statt, der Brückensprache für beide Seiten. Danach präsentierten beide Teams ihre jeweiligen Ausbildungsgänge.

Nach einem von Schülern sowie Lehrkräften der Schule lecker zubereiteten gemeinsamen Mittagessen, ging es gut gestärkt auf eine Besichtigungstour nach Hamburg. Highlights waren die Elbphilharmonie, die Hafen-City, der Besuch des Miniatur-Wunderlandes und das Hamburger Rathaus.


Am Freitag besuchten die französischen Schüler – aufgeteilt in 2 Gruppen – die Kommunalverwaltungen der Stadt Elmshorn und der Stadt Norderstedt. Dort konnten sie einen konkreten Eindruck von der praktischen Ausbildung der Verwaltungsfachangestellten gewinnen. In beiden Kommunalverwaltungen fand die Begrüßung durch die Oberbürgermeisterin bzw. durch die Leiterin der Personalabteilung und den jeweiligen Ausbildungsleiterinnen statt. Sie richteten zunächst ein paar Worte auf Französisch an die Gäste. Nach der Beschreibung der Verwaltungen führten die deutschen Auszubildenden die Franzosen durch verschiedene Arbeitsbereiche und beschrieben dabei ihren Arbeitsplatz und die Aufgaben, mit denen sie sich in den ersten Monaten ihrer Ausbildung beschäftigt haben. Die Besuche endeten mit abschließenden Gesprächen. So konnten noch weitere Fragen der Gäste aus Frankreich geklärt werden.

Abschließend kam es noch zu einem gemeinsamen Treffen in unserer Schule, um das Erlebte bei Süßigkeiten und Getränken Revue passieren zu lassen und um Fragen zu beantworten, bevor es am späten Nachmittag auch schon wieder per Bus zurück nach Ruffec ging.

Es war ein kurzer, aber sehr intensiver Besuch, der allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat und bei dem alle viele neue und interessante Eindrücke gewonnen haben.

 
Wenn es die organisatorischen Rahmenbedingungen erlauben, soll der Austausch im kommenden Schuljahr mit dem Besuch einer Gruppe von Verwaltungsauszubildenden in Frankreich fortgesetzt werden.


 

 

 

Auch im Februar 2018 fuhren wieder siebzehn sehr engagierte und interessierte Schüler und Schülerinnen aus den Bereichen Automobil, Großhandel, Außenhandel, Verwaltung, Bank, Industrie und KBM im Rahmen des Erasmus + Programms zu einem 3-wöchigen Workplacement nach Bournemouth in England.

Nach intensivem Auswahlverfahren hatten sie sich qualifiziert und die Erlaubnis und Unterstützung ihrer jeweiligen Betriebe erhalten. Die Unterbringung erfolgte paarweise in von unserer Partnerorganisation English 2000 ausgewählten Familien. Auch die Betriebe waren von English 2000 ausgewählt und trafen auf gute Zustimmung der Praktikanten. Leider war das Wetter in diesem Jahr manchmal rau, was aber die allgemeine Begeisterung der Schüler und Schülerinnen und ihre Freizeitplanung nicht wesentlich beeinträchtigte.

In der zweiten Praktikumswoche flogen Frau Dr. Sadowsky und Frau Klocke nach Bournemouth um die Schüler in ihren Praktikumsbetrieben zu besuchen, sie zu betreuen und den Kontakt mit der Partnerorganisation zu pflegen und Anregungen  für die Zukunft zu besprechen, denn auch im kommenden Jahr wird dieses erfolgreiche Programm fortgesetzt werden.


 

Just-in-time

Am letzten Schultag vor den Osterferien hatte die Klasse FLL 16-1 die Gelegenheit durch das Internationale Maritime Museum in der Hamburger Speicherstadt geführt zu werden. Das Titelthema der Führung lautete: „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort – Schifffahrt und Logistik“.

Hamburg ist als Umschlagsplatz für den internationalen Handel von großer Bedeutung. Die historische Entwicklung des Hamburger Hafens und insbesondere der Speicherstadt wurde einleitend durch den Museumsführer beschrieben. Anhand ausgewählter Exponate wurde der Klasse ein Überblick über die wichtigsten Stationen der modernen Schifffahrt und Logistik gegeben. Angefangen bei den Holz-Segelschiffen der Kolonialzeit über die Dampfschiffe bis hin zu den eisernen Containerriesen, die heutzutage die Menschen weltweit mit verschiedensten Waren versorgen, hat die Seefahrt einen enormen Fortschritt in einer vergleichsweise kurzen Zeit vollzogen.

Insbesondere der ISO-Container ist ein essentieller Baustein der Globalisierung und des Fortschritts geworden. Der US-Amerikaner Malcom McLean gilt als Erfinder des Standardcontainers. Seine Idee ermöglichte es, statt einzelne Säcke und Kisten zu verladen, ganze Lkw-Auflieger auf ein Schiff und ggf. weiter auf ein anderes Fahrzeug zu laden. Dies ermöglichte deutlich kürzere Verweilzeiten der Schiffe in einem Hafen, größere Sicherheit für die Waren und die Arbeiter und insgesamt geringere Transportkosten.

Doch die Dimensionen der aktuellen Containerschiffe sowie den Grad der Automatisierung beim Be- und Entladen hätte sich McLean gewiss in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. So endete dann unser Rundgang durch das Museum an einem Diorama des Containerterminals Altenwerder.

Ein Bericht von H. Gottfriedt und A. Kazic

Wie verständigt man sich ohne die verbale Sprache? Z.B. die Redewendung „Schlau wie ein Fuchs“ einer anderen Person mitteilen? Das ist gar nicht so einfach! Mit etwas Übung und Achtsamkeit auf die Körpersprache des Anderen klappt es schon ganz gut.

Wie aber mache ich meinem Gegenüber klar, dass ich bei ihm Hosenträger oder ein Abendkleid kaufen möchte? Diese und ähnliche Übungen haben wir als Vorbereitung auf unseren Ausflug zum „Dialog im Stillen“ in Hamburg durchgeführt.

Uns wurde bewusst, dass sich die Art der Kommunikation zwar ändert, wir uns aber auch gut auf diese nonverbale Kommunikation einstellen können. Als Auszubildende zum Verkäufer/ zur Verkäuferin bzw. zur Kauffrau/ zum Kaufmann im Einzelhandel haben wir immer wieder verschiedene Kunden mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen. Die Bedeutung der Körpersprache spielt dabei auch bei Kunden, mit denen wir verbal kommunizieren können, eine große Rolle.

Im „Dialog im Stillen“ wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe wurde durch einen gehörlosen Guide durch die Ausstellung geführt. Wir durften in dessen Lebenswirklichkeit eintauchen und haben mit unseren Händen, Gesicht und der Körperhaltung experimentiert und uns so unterhalten.

Begleitet wurden wir sowohl in der Vorbereitungsstunde, als auch im „Dialog im Stillen“ von einem Kamerateam. Tom Wiedemann, ein Student des Studiengangs „Europäische Medienwissenschaften“ der Universität Potsdam, dreht im Rahmen seiner medienwissenschaftlichen Bachelorarbeit einen Film über gehörlose Menschen als Teil unserer Gesellschaft u.a. mit dem Ziel, „Brücken zwischen beiden Gruppen zu bauen und Missverständnisse und Unwissenheit abzubauen.“ Was uns angeht, ist dieses Ziel schon erreicht. Einige von uns standen anschließend noch für Interviews zur Verfügung, die mit Hilfe eines Gebärdendolmetschers übersetzt wurden.

Schlau wie ein Fuchs! Wir haben gelernt: Ohne die verbale Sprache ist man auf keinen Fall „stumm“! Ein gelungener Ausflug in eine bislang unbekannte „Welt“!

Die EHA 16-1 mit den Lehrern Sylvio Gorkenant und Meike Wilkens.

Unter diesem Motto stand der projektorientierte Berufsschulunterricht der 17 angehenden Maurer, Stahlbetonbauer und Fliesenleger der Klasse BAU16-01 in der Zeit vom 20.03.2017 bis 24.03.2017 bzw. 27.03.2017 bis 31.03.2017. Aus der bestehenden Kooperation zwischen dem Schullandheim Nordseeheim in Wenningstedt auf Sylt und der Berufsschule Pinneberg, ergab sich bereits im vorangegangenen Schuljahr die Möglichkeit im Rahmen des Berufsschulunterrichts die bestehende Einfriedungsmauer des Schullandheims zurück zu bauen und durch eine neu gestaltete Konstruktion zu ersetzen.

Die Gestaltung der Einfriedung erfolgte in Abstimmung mit dem Schullandheim. Aufgrund der kurzen Bauzeit von einer Woche entschieden sich die betreuenden Lehrkräfte für eine Konstruktion aus Stahlbeton.

Nach dem erfolgreichen Projekt im vergangenen Jahr durften nun die Schüler der BAU16-01 bei der Umsetzung des zweiten und letzten Bauabschnitts ihr Können unter Beweis stellen. In der Schulwoche vom 20.03.2017 bis zum 24.03.2017 setzen sich die Auszubildenden in Kleingruppen mit der Planung des Bauvorhabens auseinander. In dieser Phase wurde u. a. der Bauablauf mit Hilfe eines Balkenplans dargestellt. Darüber hinaus erarbeiteten die angehenden Baufacharbeiter Konstruktionsdetails, ermittelten den Baustoffbedarf, kalkulierten die Kosten und erstellten Bedarfslisten für das benötigte Werkzeug und die erforderlichen Hilfsmittel.

In der anschließenden Woche erfolgte die praktische Umsetzung der Baumaßnahme auf Sylt. Hier waren die Auszubildenden herausgefordert und mussten täglich ihre Teamfähigkeit sowie ihr fachliches Können und Geschick unter Beweis stellen. Die zuvor im Unterricht erarbeiteten Unterlagen bildeten die Grundlage der täglichen Baubesprechungen. Dank der hohen Einsatzbereitschaft der 17 motivierten Auszubildenden konnten die etwa 25 laufenden Meter Einfriedungsmauer termingerecht nach nur vier Tagen Bauzeit an den zufriedenen Bauherren übergeben werden.

Die Auszubildenden konnten in diesem etwas anderen Berufsschulunterricht wichtige Erfahrung sammeln und ihre berufliche Handlungskompetenz erweitern.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei dem Nordseeheim und seinem Team für die Möglichkeit der Umsetzung des Projekts sowie für die tolle Unterkunft und Verpflegung bedanken. Darüber hinaus gilt unser Dank der Schulleitung, den Ausbildungsbetrieben, unserem Innungsmeister Norbert Lanz sowie der Fa. Sven Vogt Bau GmbH aus Niebüll für die Unterstützung des Vorhabens.

Volker Stange und Frederik Petschulat


 

 

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