Nach langer Vorbereitung war es am Mittwoch, den 25. April 2018, endlich soweit: zum ersten Mal besuchte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Lycée privé Polyvalent Roc Fleuri aus Ruffec in Frankreich unsere Schule. Vorausgegangen war ein Online-eTwinning-Projekt zur Vorbereitung eines Austauschs und der Besuch einer deutschen Schülergruppe in Frankreich im letzten Jahr sowie ein reger E-Mail-Kontakt.

Die französischen Schüler machen eine Ausbildung in „Développement, Animation de Territoire Ruraux“, also in der Entwicklung ländlicher Regionen und im Regionalmarketing. Diese Art der Ausbildung bietet interessante Aspekte für die Auszubildenden aus unserem Fachbereich Verwaltung, die den Besuch mit vorbereitet haben. Nach der Begrüßung durch unseren Schulleiter Herrn Krause am Donnerstag, wurden die Besucher von einigen Schülern durch unsere Schule geführt und die verschiedenen Abteilungen vorgestellt. Zum Beispiel stellten Lehrkräfte aus der gewerblichen und medizinischen Abteilung ihre Räumlichkeiten und Geräte vor. Da das Lycée Roc Fleuri mit ca. 200 Schülern und angeschlossenem Internatsbetrieb eine eher kleine Bildungseinrichtung ist, waren die französischen Schüler wie auch die mitgereisten französischen Lehrerkollegen sehr beeindruckt von unseren neuen Räumlichkeiten mit der umfangreichen Ausstattung.

Danach gab es ein zwangloses Rundgespräch an verschiedenen Gruppentischen in den Klassenräumen des Fachbereichs Verwaltung. Da die französischen Schüler nicht Deutsch sprechen und unsere Schüler nicht Französisch, fand die Kommunikation in Englisch statt, der Brückensprache für beide Seiten. Danach präsentierten beide Teams ihre jeweiligen Ausbildungsgänge.

Nach einem von Schülern sowie Lehrkräften der Schule lecker zubereiteten gemeinsamen Mittagessen, ging es gut gestärkt auf eine Besichtigungstour nach Hamburg. Highlights waren die Elbphilharmonie, die Hafen-City, der Besuch des Miniatur-Wunderlandes und das Hamburger Rathaus.


Am Freitag besuchten die französischen Schüler – aufgeteilt in 2 Gruppen – die Kommunalverwaltungen der Stadt Elmshorn und der Stadt Norderstedt. Dort konnten sie einen konkreten Eindruck von der praktischen Ausbildung der Verwaltungsfachangestellten gewinnen. In beiden Kommunalverwaltungen fand die Begrüßung durch die Oberbürgermeisterin bzw. durch die Leiterin der Personalabteilung und den jeweiligen Ausbildungsleiterinnen statt. Sie richteten zunächst ein paar Worte auf Französisch an die Gäste. Nach der Beschreibung der Verwaltungen führten die deutschen Auszubildenden die Franzosen durch verschiedene Arbeitsbereiche und beschrieben dabei ihren Arbeitsplatz und die Aufgaben, mit denen sie sich in den ersten Monaten ihrer Ausbildung beschäftigt haben. Die Besuche endeten mit abschließenden Gesprächen. So konnten noch weitere Fragen der Gäste aus Frankreich geklärt werden.

Abschließend kam es noch zu einem gemeinsamen Treffen in unserer Schule, um das Erlebte bei Süßigkeiten und Getränken Revue passieren zu lassen und um Fragen zu beantworten, bevor es am späten Nachmittag auch schon wieder per Bus zurück nach Ruffec ging.

Es war ein kurzer, aber sehr intensiver Besuch, der allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat und bei dem alle viele neue und interessante Eindrücke gewonnen haben.

 
Wenn es die organisatorischen Rahmenbedingungen erlauben, soll der Austausch im kommenden Schuljahr mit dem Besuch einer Gruppe von Verwaltungsauszubildenden in Frankreich fortgesetzt werden.


 

 

 

Auch im Februar 2018 fuhren wieder siebzehn sehr engagierte und interessierte Schüler und Schülerinnen aus den Bereichen Automobil, Großhandel, Außenhandel, Verwaltung, Bank, Industrie und KBM im Rahmen des Erasmus + Programms zu einem 3-wöchigen Workplacement nach Bournemouth in England.

Nach intensivem Auswahlverfahren hatten sie sich qualifiziert und die Erlaubnis und Unterstützung ihrer jeweiligen Betriebe erhalten. Die Unterbringung erfolgte paarweise in von unserer Partnerorganisation English 2000 ausgewählten Familien. Auch die Betriebe waren von English 2000 ausgewählt und trafen auf gute Zustimmung der Praktikanten. Leider war das Wetter in diesem Jahr manchmal rau, was aber die allgemeine Begeisterung der Schüler und Schülerinnen und ihre Freizeitplanung nicht wesentlich beeinträchtigte.

In der zweiten Praktikumswoche flogen Frau Dr. Sadowsky und Frau Klocke nach Bournemouth um die Schüler in ihren Praktikumsbetrieben zu besuchen, sie zu betreuen und den Kontakt mit der Partnerorganisation zu pflegen und Anregungen  für die Zukunft zu besprechen, denn auch im kommenden Jahr wird dieses erfolgreiche Programm fortgesetzt werden.


 

Just-in-time

Am letzten Schultag vor den Osterferien hatte die Klasse FLL 16-1 die Gelegenheit durch das Internationale Maritime Museum in der Hamburger Speicherstadt geführt zu werden. Das Titelthema der Führung lautete: „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort – Schifffahrt und Logistik“.

Hamburg ist als Umschlagsplatz für den internationalen Handel von großer Bedeutung. Die historische Entwicklung des Hamburger Hafens und insbesondere der Speicherstadt wurde einleitend durch den Museumsführer beschrieben. Anhand ausgewählter Exponate wurde der Klasse ein Überblick über die wichtigsten Stationen der modernen Schifffahrt und Logistik gegeben. Angefangen bei den Holz-Segelschiffen der Kolonialzeit über die Dampfschiffe bis hin zu den eisernen Containerriesen, die heutzutage die Menschen weltweit mit verschiedensten Waren versorgen, hat die Seefahrt einen enormen Fortschritt in einer vergleichsweise kurzen Zeit vollzogen.

Insbesondere der ISO-Container ist ein essentieller Baustein der Globalisierung und des Fortschritts geworden. Der US-Amerikaner Malcom McLean gilt als Erfinder des Standardcontainers. Seine Idee ermöglichte es, statt einzelne Säcke und Kisten zu verladen, ganze Lkw-Auflieger auf ein Schiff und ggf. weiter auf ein anderes Fahrzeug zu laden. Dies ermöglichte deutlich kürzere Verweilzeiten der Schiffe in einem Hafen, größere Sicherheit für die Waren und die Arbeiter und insgesamt geringere Transportkosten.

Doch die Dimensionen der aktuellen Containerschiffe sowie den Grad der Automatisierung beim Be- und Entladen hätte sich McLean gewiss in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. So endete dann unser Rundgang durch das Museum an einem Diorama des Containerterminals Altenwerder.

Ein Bericht von H. Gottfriedt und A. Kazic

Wie verständigt man sich ohne die verbale Sprache? Z.B. die Redewendung „Schlau wie ein Fuchs“ einer anderen Person mitteilen? Das ist gar nicht so einfach! Mit etwas Übung und Achtsamkeit auf die Körpersprache des Anderen klappt es schon ganz gut.

Wie aber mache ich meinem Gegenüber klar, dass ich bei ihm Hosenträger oder ein Abendkleid kaufen möchte? Diese und ähnliche Übungen haben wir als Vorbereitung auf unseren Ausflug zum „Dialog im Stillen“ in Hamburg durchgeführt.

Uns wurde bewusst, dass sich die Art der Kommunikation zwar ändert, wir uns aber auch gut auf diese nonverbale Kommunikation einstellen können. Als Auszubildende zum Verkäufer/ zur Verkäuferin bzw. zur Kauffrau/ zum Kaufmann im Einzelhandel haben wir immer wieder verschiedene Kunden mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen. Die Bedeutung der Körpersprache spielt dabei auch bei Kunden, mit denen wir verbal kommunizieren können, eine große Rolle.

Im „Dialog im Stillen“ wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe wurde durch einen gehörlosen Guide durch die Ausstellung geführt. Wir durften in dessen Lebenswirklichkeit eintauchen und haben mit unseren Händen, Gesicht und der Körperhaltung experimentiert und uns so unterhalten.

Begleitet wurden wir sowohl in der Vorbereitungsstunde, als auch im „Dialog im Stillen“ von einem Kamerateam. Tom Wiedemann, ein Student des Studiengangs „Europäische Medienwissenschaften“ der Universität Potsdam, dreht im Rahmen seiner medienwissenschaftlichen Bachelorarbeit einen Film über gehörlose Menschen als Teil unserer Gesellschaft u.a. mit dem Ziel, „Brücken zwischen beiden Gruppen zu bauen und Missverständnisse und Unwissenheit abzubauen.“ Was uns angeht, ist dieses Ziel schon erreicht. Einige von uns standen anschließend noch für Interviews zur Verfügung, die mit Hilfe eines Gebärdendolmetschers übersetzt wurden.

Schlau wie ein Fuchs! Wir haben gelernt: Ohne die verbale Sprache ist man auf keinen Fall „stumm“! Ein gelungener Ausflug in eine bislang unbekannte „Welt“!

Die EHA 16-1 mit den Lehrern Sylvio Gorkenant und Meike Wilkens.

Unter diesem Motto stand der projektorientierte Berufsschulunterricht der 17 angehenden Maurer, Stahlbetonbauer und Fliesenleger der Klasse BAU16-01 in der Zeit vom 20.03.2017 bis 24.03.2017 bzw. 27.03.2017 bis 31.03.2017. Aus der bestehenden Kooperation zwischen dem Schullandheim Nordseeheim in Wenningstedt auf Sylt und der Berufsschule Pinneberg, ergab sich bereits im vorangegangenen Schuljahr die Möglichkeit im Rahmen des Berufsschulunterrichts die bestehende Einfriedungsmauer des Schullandheims zurück zu bauen und durch eine neu gestaltete Konstruktion zu ersetzen.

Die Gestaltung der Einfriedung erfolgte in Abstimmung mit dem Schullandheim. Aufgrund der kurzen Bauzeit von einer Woche entschieden sich die betreuenden Lehrkräfte für eine Konstruktion aus Stahlbeton.

Nach dem erfolgreichen Projekt im vergangenen Jahr durften nun die Schüler der BAU16-01 bei der Umsetzung des zweiten und letzten Bauabschnitts ihr Können unter Beweis stellen. In der Schulwoche vom 20.03.2017 bis zum 24.03.2017 setzen sich die Auszubildenden in Kleingruppen mit der Planung des Bauvorhabens auseinander. In dieser Phase wurde u. a. der Bauablauf mit Hilfe eines Balkenplans dargestellt. Darüber hinaus erarbeiteten die angehenden Baufacharbeiter Konstruktionsdetails, ermittelten den Baustoffbedarf, kalkulierten die Kosten und erstellten Bedarfslisten für das benötigte Werkzeug und die erforderlichen Hilfsmittel.

In der anschließenden Woche erfolgte die praktische Umsetzung der Baumaßnahme auf Sylt. Hier waren die Auszubildenden herausgefordert und mussten täglich ihre Teamfähigkeit sowie ihr fachliches Können und Geschick unter Beweis stellen. Die zuvor im Unterricht erarbeiteten Unterlagen bildeten die Grundlage der täglichen Baubesprechungen. Dank der hohen Einsatzbereitschaft der 17 motivierten Auszubildenden konnten die etwa 25 laufenden Meter Einfriedungsmauer termingerecht nach nur vier Tagen Bauzeit an den zufriedenen Bauherren übergeben werden.

Die Auszubildenden konnten in diesem etwas anderen Berufsschulunterricht wichtige Erfahrung sammeln und ihre berufliche Handlungskompetenz erweitern.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei dem Nordseeheim und seinem Team für die Möglichkeit der Umsetzung des Projekts sowie für die tolle Unterkunft und Verpflegung bedanken. Darüber hinaus gilt unser Dank der Schulleitung, den Ausbildungsbetrieben, unserem Innungsmeister Norbert Lanz sowie der Fa. Sven Vogt Bau GmbH aus Niebüll für die Unterstützung des Vorhabens.

Volker Stange und Frederik Petschulat


 

 

Am letzten Ferientag der Weihnachtsferien nahm erstmals ein Pinneberger Lehrerteam am Fußballturnier der Berufsschulen in Kiel teil. Von den insgesamt acht Spielen in Hin- und Rückrunde gegen die Teams aus Oldenburg in Holstein, Kiel und Neumünster sprangen sechs Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage heraus. Letztendlich belegte die Mannschaft damit den zweiten Platz und ist knapp am Titel und Pokal vorbeigeschrammt, den die Spieler gerne im Lehrerzimmer präsentiert hätten. Im nächsten Jahr erfolgt sicherlich ein zweiter Versuch, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Der Spaß blieb jedenfalls nicht auf der Strecke.

 

 


 

 Am 10. Mai 2016 haben wir, die Klasse EHA 14-1 (zukünftige Verkäufer-Innen und Einzelhändler-Innen) im zweiten Ausbildungsjahr, zusammen mit unserer Lehrerin Frau Wilkens, einen Ausflug zum „Dialog im Stillen“ gemacht.

Wir konnten uns teilweise nicht wirklich vorstellen, was uns erwartet. Denn: Wie sollte man uns etwas zeigen oder erklären, ohne zu reden?

Zunächst wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe hat einen Guide zugeteilt bekommen, der/die taubstumm war.

Alle haben sich riesige Kopfhörer aufgesetzt und durften nicht mehr sprechen. Somit sind auch wir in die stille Welt eingetaucht. Das war am Anfang sehr ungewohnt. Durch unsere motivierten Guides haben wir schnell gemerkt, dass die Körpersprache ausschlaggebend ist und wir uns so sehr gut verständigen konnten.

Wir haben Spiele gespielt und viel gelacht. Ohne zu reden- das hat Spaß gemacht.

Wir haben auch einfache Ausdrucksweisen gelernt, „Danke“ oder „Was magst du?“ und konnten darauf mit unserer Gestik antworten.

Obwohl unsere Guides nicht gesprochen haben, konnten wir sie alle gut verstehen, da wir ja auch sehr aufmerksam auf die Verständigung geachtet haben.

Am Ende durften wir unseren Guides Fragen stellen, die dann mit einer Dolmetscherin übersetzt wurden. Dadurch, dass unsere Guides so aufgeschlossen und freundlich waren, hatten wir auch keine Hemmung, persönliche Fragen, bezogen auf den Alltag, zu stellen.

Bezogen auf unsere Ausbildungsbetriebe und unsere Tätigkeit im Verkauf war der Besuch im Dialog im Stillen eine Bereicherung, da wir sicherlich mit noch weniger Hemmung auf taubstumme Kunden eingehen können. Außerdem werden wir auch die Signale anderer Kunden noch intensiver wahrnehmen.

Vielen Dank für die Erfahrung! Die EHA14-1

Artikel als PDF EHA14-4 Dialog im Stillen

 

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